Weg der Steine - Vereinigte Staaten/ San Antonio - Foto

Vereinigte Staaten von Amerika


San Antonio



ALSO:
Der Stein liegt in San Antonio im ALAMO.
Abgelegt am 12.06.2003 um 9.45 Uhr
im Alamo-Convento Hof
Es hat mir großen Spaß gemacht ihn dort abzulegen!

Weg der Steine - Vereinigte Staaten/ San Antonio - Foto mit SteinIch habe bewußt diesen geschichtsträchtigen Ort gewählt, der bis heute ein politisches Symbol für den Macht- und Überlebenskampf verschiedenster Völker/Menschen steht. Für die Texaner ist es speziell eine Freiheitsgedenkstätte, sie wird jedes Jahr von ca 3 Millionen Menschen besucht. Die Stätte wird stark bewacht- so dass ich en Stein eher "ein bisserl unauffällig" integriert habe. Aber "das Auge" hat einen guten Blick und kriegt alles mit! Mir persönlich zeigt dies Stätte, dass manche Amerikaner bis heute nicht viel dazugelernt haben.
Also zur History:
Die ursprüngliche Mission San Antonio de Valero wurde 1724 gegründet, diente zuerst 70 Jahre lang spanischen Missionaren und zum christlichen Glauben 'bekehrten' Indianern als Wohnort. Später wurde es im Auftrag der spanischen Regierung säkularisiert und deren Ländereien unter den erbleibenden Indianern aufgeteilt die dann zur Mitgestaltung der wachsenden Stadt San Antonio beitrugen.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stationierte das spanische Militär eine Kavallerieeinheit in die früherer Mission und baute es zu einem Fort um. Die Soldaten bezeichneten die Mission ALAMO (spanische Wort für Baumwollbaum) zu Ehren ihrer Heimatstadt Alamo de Paras in Coahuila in Spanien. Wenig später wurde dann dort das erste in Texas dokumentierte Krankenhaus gegründet. Das Alamo beherbergte sowohl Revolutionäre wie Royalisten während des Mexikanischen Unabhängigkeitskampfes. Militärs abwechselnd bestehend aus Spaniern, Rebellen und Mexikanern besetzten das Alamo bis zur texanischen Revolution. Im Februar/März 1836 kam es dann zu einer entscheidenden Schlacht zwischen 200 Texanern und Tausenden Soldaten der mexikanischen Armee unter General Antonio Lopez Santa Anna (Irgendwie war der selbst mir bekannt - vielleicht aus irgendwelchen Western- Schinken). Natürlich hatten die Texaner ( man muß eher sagen eingewanderte Europäer) keine Chance und es wurden alle getötet. Diese schreckliche Niederlage haben die Amerikaner bis heute nicht überwunden und gedenken das mit großem "TAMTAM" für ihre Helden die das allergrößte Opfer für die "Freiheit" erbracht haben.
Ich finde es bis heute bezeichnend was sie damals schon als Kampfparole ausgegeben haben, das hat mich gleich wieder an den Irak-Krieg erinnert.
"Wenn wir Erfolg haben, gehört uns das Land. Es ist so riesengroß und hat fruchtbaren Boden und wird uns für all' unsere Müh und Arbeit reichlich belohnen. Wenn wir es nicht schaffen, ist der Tod für die Sache der Freiheit und Menschlichkeit kein Grund zum Schaudern. Unserer Gewehre stehen uns zur Seite, es sind auserlesene Waffen, wir wissen was uns bevorsteht und sind zu allem bereit"
Übrigens die Texanische Revolution wurde dann Jahre später so gewonnen, dass die Texaner die Mexikanische Armee während der größten Mittags-Hitze angriffen, wo alle gewöhnlich ihre Siestas und Beischlafstündchen tätigten so auch der General Antonio Lopez Santa Anna mit seiner berühmten "Rose of Mexiko". natürlich im Museum auch ausgestellt.


Regine Brehm, Erbach/Odenwald
2003