Ukraine


Tschernowitz




Über 50000 Gräber gibt es auf dem jüdischen Friedhof in Tschernovitz. An seinem Eingang ist aus einigen der vielen zerstörten, zerbrochenen, verwitterten Grabsteine eine Gedenkmauer errichtet worden. Von ihr aus schaut der Stein auf den Friedhof. „Nun wird mit vielen Helfern und Unterstützung aus dem Ausland daran gearbeitet, die Grabreihen vom Bewuchs wieder freizumachen“ ist in einem Ukraine-Reiseführer aus dem Jahr 2004 zu lesen. Im Oktober 2006 ist der Friedhof überwuchert von wildem Wein und Efeu.

Der Weg der Steine

Tschernovitz, die ehemalige Hauptstadt der Bukowina, heißt heute Černivci. Dreimal im letzten Jahrhundert erhielt die Stadt eine neue Nationalität: sie war österreichisch, rumänisch, russisch und ist nun ukrainisch. Und sie war vor dem Zweiten Weltkrieg ein Ort, an dem bedeutende deutsche Literatur entstand. Rose Ausländer und Paul Celan schrieben und lebten hier.

Der Weg der Steine



Beate und Hans Twittmann, Essen
2006