Schweden


Mora



Am 28.08.2004 sind wir im dichten Wald von Mittelschweden auf den Spuren der dort wieder in größeren Zahlen lebenden Braunbären unterwegs. Die Spuren das sind Höhlen in ehemaligen Ameisenhügeln, Kratzspuren an Bäumen, aufgekratzte Ameisenhaufen, abgelegter Kot und anderes. Seitlich über dem kleinen und niedrigen Eingang einer der Bärenhöhlen legen wir unseren Augenstein ab. Auch wenn die Höhle von dem Bären oder der Bärin nur für einen Winter geschaffen und benutzt wurde mag der Stein gelegentlich doch wieder einen Bären sehen. Zum Beispiel wenn dieser am benachbarten Ameisenhaufen sich ein leckeres Ameisenmahl holt.

Weg der Steine - Schweden /Mora - Foto

Andrea F. und Gunther Sch. haben uns hier durch den Wald geführt. Sie forschen seit einigen Jahren über die Braunbären in dieser Region von Härjedalen, nördlich von Orsa. Im Rahmen des Skandinavischen Braunbär-Forschungsprojektes haben „Björn & Vildmark i Orsa“ zusammen mit anderen Wildbiologen schon eine ganze Menge über die Braunbären und ihre Lebensweise herausbekommen. Eine ganze Anzahl der Bären ist mit einem Halsband mit Sender versehen und mit einem Peilgerät können wir feststellen, ob sich ein Bär in der Region aufhält, wo der Bär sich befindet und welcher der Sender tragenden es ist. Allerdings reicht unsere Zeit nicht, dem gepeilten Tier näher zu kommen, zumal wieder ein heftiger Regenguss droht. Doch wir werden wieder kommen.



Kirsten und Friedrich Bergerhoff, Frankfurt/Main
2004