Schweden


Lund




In den 80ziger Jahren war ich begeistert von der Idee des Sozialstaates in Schweden. Dies wurde noch klarer und verständlicher während meines Studiums, als ich mich mit den unterschiedlichen ökonomischen Theorien und Schulen beschäftigte. So beschloß ich, angetan von einigen schwedischen Ökonomen, meine Diplomarbeit über die sogenannte Schwedische Schule zu schreiben. So blieb die Faszination über das Eigenständige, Innovative und Soziale dieser Ideen bestehen. Vieles, was diese Ökonomen dachten, verfassten und niederschrieben konnte direkt umgesetzt werden, da einige von ihnen zugleich auch Politiker waren. Somit waren die Schweden Ende des 19. Jahrhunderts ihren Zeitgenossen in anderen Ländern voraus.


Lund war neben Stockholm eine der Wirkungsstätten dieser großartigen Denker, vor allem denke ich da an Knut Wicksell (1851-1926),  Erik Lindahl, Gunnar Myrdal sowie Bertil Ohlin.


Der Weg der Steine Der Weg der Steine Der Weg der Steine

1060 wurde Lund Bischofssitz und der Dom, das wichtigste romanische Gebäude Skandinaviens (erbaut zwischen 1080 und 1145) befindet sich direkt gegenüber der philosophischen Fakultät. Geist und Kunst, Glauben und praktisches Wissen eng verschränkt, räumlich ganz nah.

Der Weg der Steine Der Weg der Steine Der Weg der Steine

Die ursprüngliche Idee, den Stein an der Universität abzulegen, verwarf ich spontan, als ich in der Domkrypta die ideale Stelle fand: Unter einem der ältesten Sarkophagsteine, in dem sich Wasser befindet, haben bereits viele Besucher Münzen zum Gedenken versenkt. Der Stein blickt mit dem Auge nach oben und wird gewiß noch viele Jahrhunderte dort liegen, zum Andenken an die schwedischen Ökonomen, vielleicht bis in alle Ewigkeit.

Der Weg der Steine Der Weg der Steine



August 2005



Zafer Toker, Frankfurt/Main
2005