Korea, Nord


Pjöngjang



Sehr geehrtger Herr Steinbacher,

vielen Dank für Ihren Brief vom 14. September und das Angebot, bei Ihrem interessanten Projekt mitzumachen! Die Botschaft wird sich bemühen, einen geeigneten Platz für den Stein zu finden, ihn aber voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr dort auslegen können. Ich überlege derzeit, ob man ihn in einem alten buddhistischen Tempel 200 km nördlich von Pjöngjang deponieren könnte, aber vielleicht fällt uns auch noch ein symbolträchtigerer Ort ein.

Wir werden Ihnen zu gegebener Zeit eine Nachricht und ein Foto schicken.

Mit besten Grüssen

Doris Hertrampf

Botschafterin




Sehr geehrte Frau Hertrampf,
vor einem dreiviertel Jahr erhielten Sie von mir einen sogenannten "AugenStein", der Teil eines weltumspannenden Kunstinstallation ist.
Sie hatten mir damals angeboten, den Stein an einem bestimmten Platz in Nordkorea abzulegen.
Gerne hätte ich von Ihnen gewußt, ob das inzwischen geschehen ist und ob Sie darüber einige Information und eventuell Fotos haben.
Sollte es Ihnen nicht möglich sein, an dem Projekt teilzunehmen, geben Sie mir doch bitte Bescheid, damit ich Sie aus der Liste herausnehmen kann.
Aber auch in diesem Fall möchte ich Sie bitten, den Stein einfach in Nordkorea zu lassen.
Ich würde mich sehr freuen von Ihnen zu hören und verbleibe mit freundlichen Grüßen um die halbe Welt
Volker Steinbacher




Sehr geehrter Herr Steinbacher,
vielen Dank für Ihre Email an Frau Hertrampf. Sie ist inzwischen turnusgemäß an einen anderen Posten versetzt worden.
Ich bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, daß es uns aus einer Reihe von Gründen nicht möglich ist, an Ihrem Projekt teilzunehmen. Trotzdem will ich Ihnen mitteilen, daß wir Ihr Vorhaben für sehr unterstützenswert erachten.
Ich wünsche Ihnen bei Ihren "AugenSteinen" weit mehr Erfolg las er Ihnen hier zuteil wurde.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wendelberger
Geschäftsträger
----- Original Message -----
From: <XXXXXXXXXXXXXX@t-online.de>
To: ".PJOE L Hertrampf, Doris" <x@xxxx.xxxxxxxx-xxx.de>
Sent: Thursday, July 07, 2005 4:00 AM
Subject: Re: Nordkorea / Ihr Schreiben vom 14.09.2004




Sehr geehrter Herr Wendelberger,

mit Bedauern habe ich Ihre Email zur Kenntnis genommen.
Obwohl ich die Gründe für Ihre Absage nicht kenne, möchte ich anfragen, wo denn der Stein nun geblieben ist?
Befindet er sich noch in Nordkorea oder hat Frau Hertrampf ihn mitgenommen? Sollte er sich noch in der Botschaft befinden, meine Bitte:

Schicken Sie ihn nicht zurück, sondern lassen Sie ihn bitte im Land. In einer gewissen Hinsicht spielt es für das Kunstprojekt nur eine untergeordnete Rolle, wo der Stein sich konkret befindet. Auch wenn er auf eine Müllhalde wandert, ist er abgelegt. Vielleicht finden Sie aber auch jemanden, der den Stein irgendwo ablegen möchte.
Es würde mich freuen, wenn ich in dieser Sache noch mal von Ihnen hören
könnte und verbleibe mit besten Grüßen nach Pjöngyang
Volker Steinbacher




Sehr geehrter Herr Steinbacher,

Ihr Bedauern kann ich gut verstehen.
Da der Stein sich noch immer im Schreibtisch der Botschafterin befindet, können wir ihn bei nächster Gelegenheit in der Stadt an einem nicht zu prominenten Ort (die hier allpräsenten Sicherheitsdienste könnten sich dann dafür interessieren) ablegen. Ich hoffe, diese Nachricht ist in Ihrem Sinne.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wendelberger
----- Original Message -----
From: <XXXXXXXXXXXXXX@T-Online.de>
To: ".PJOE L Wendelberger, Klaus Harald" <x@xxxx.xxxxxxxx-xxx.de>
Sent: Thursday, July 21, 2005 7:56 PM
Subject: Re: Nordkorea / Ihr Schreiben vom 14.09.2004





Doris Hertrampf, Pjöngjang
2004