Japan


Kitakami



Der Gottheit zu Füßen...

Weit im Norden Japans, auf dem „Land-Schau-Berg“ (kunimiyama, bei Kitakami, in der Provinz Iwate) ruht das Auge zu Füßen einer Statue der buddhistischen Gottheit Kannon – und gleichzeitig voller Wohlgefallen auf einer schönen, alten Landschaft: Von Hügeln und kleinen Bergen eingerahmten, fast erntereifen Feldern, auf denen seit Jahrhunderten der tägliche Reis angebaut wird. 

Satoyama („Dorfberge“) heißt dieser Landschaftstyp – er steht heute für die traditionelle japanische Kulturlandschaft.

Die andere Blickrichtung ist nicht ganz so harmonisch: Im breiten Tal des Kitakami-Flusses ergießen sich Beton, Asphalt und Plastik der gleichnamigen Stadt in die Landschaft und bedecken Wälder und Felder unter sich. Aber das sieht das Auge nicht.




Julia Krohmer, Frankfurt/Main
2008