Island


Þingvellir




Etwa 50 km östlich von Reykjavik reißt die Erde auf:
Island liegt auf zwei tektonischen Platten, der nordamerikanischen und der europäischen, die Jahr für Jahr um einige Zentimeter auseinander driften. Eine von tiefen Rissen und Spalten, schrundigen Basaltwänden, Wasserfällen, Seen und Springquellen geprägte Landschaft.

Über viele Jahrhunderte trafen sich hier die Männer Islands zur jährlichen Generalversammlung, dem AlÞingi, einem nordischen Gegenstück zum antiken Athen. Die Stelle mit dem sogenannten Gesetzesfelsen ist mit einer weißen Fahnenstange markiert (1) Denn auch Gericht wurde hier gehalten und Frauen, die des Ehebruchs bezichtigt wurden, warf man in den kalten Fluß Öxará (2) – wer überlebte, war unschuldig.


Die Landschaft ist von solcher Urgewalt, dass es schwerfällt, nicht an Elfen und Naturgeister zu glauben... immerhin befragt die isländische Regierung beim Bau von Häusern und Straßen einen Elfenbeauftragten.

Vielleicht muß deshalb die evangelische Staatskirche (3) in dieser verlassenen Gegend Präsenz zeigen



Volker Steinbacher, Frankfurt/Main
2011