Großbritannien


Scapa Flow / Orkney-Inseln



Hallo, mein Name ist Andy, Andy Fissla. Ich habe im Sommer 2004 eine Reise zu meinen Freunden auf den Orkney-Inseln unternommen und einen Stein von Volker Steinbacher, der mich unterrichtet, mitgenommen. Volker erzählte mir von seinem „Steine Projekt“ und ich war stolz, einen seiner Steine mitnehmen zu dürfen.

Es fiel mir nicht leicht einen schönen bzw. magischen Ort für das Steinauge zu finden, da deren sehr viele sind auf den Orkney-Inseln, aber während eines Aufenthaltes bei meinem Freund Chris Rowell wurde mir klar, daß das der geeignete Ort sein würde um den Stein zu platzieren.

Bild 2

Chris lebt auf der Insel Hoy, das ist die Insel mit den höchsten Erhebungen (Ward hill 479 m) und ist dem schottischen Festland am nächsten gelegen.

Die Insel ist zu 90 % Wildnis und nur knapp 400 Menschen leben dort.

Die Nord- und Westküste sind sehr felsig und ideale Brutstätten arktischer Vögel.

Besonders beeindruckend ist Rackwick mit seiner hohen Steilküste.

Chris lebt an der Westküste, welche als „Scapa Flow“ im ersten und zweiten Weltkrieg traurige Berühmtheit erlangte.

„Scapa Flow“ ist eine von vielen Inseln umlagerte Meeresbucht, die der britischen Flotte als natürlicher Hafen und Hauptstützpunkt diente.

Im ersten und zweiten Weltkrieg fanden dort erbitterte Kämpfe zwischen der deutschen und der britischen Flotte statt und der Meeresboden gleicht dort einem „Schiffsfriedhof“. Heute nützen dies Taucher aus aller Welt um ein besonders „prickelndes Abenteuer zu erfahren.

Lachsfarmen und Schafherden  und auch ein paar verwilderte Schafe sind auf Hoy, was „Hoch“ bedeutet, anzutreffen.

Bild 1

Der Stein liegt also bei Chris in Screws, das ist der Name seines Cottages, das Er die meiste Zeit des Jahres als eine Art christlicher Eremit und skurriler „Living-Art“ Künstler alleine bewohnt.

Es besteht so gut wie keine Einkaufsmöglichkeit, außer ein kl. Geschäft, was auch als Post dient und ein etwas größerer Shop in Longhope, welches mit ca. 50 Einwohnern der größte Ort auf Hoy ist.

So besteht Chrises Kunst hauptsächlich daraus, alles, was er findet (Tierknochen, Holz, Sperrmüll, Kabel  und Eisenabfälle), bzw. vom Meer angespülte Materialien (Bojen, Holz, Plastik, Seile etc.) zu seiner Kunst, welche dank seiner Einsamkeit eine Art „Überlebenskunst“ darstellt, im und um das Cottage zu Skulpturen und Dekoration zusammen zu fügen.

Chris ist auch ein hervorragender Bauhandwerker, sein Vater war Architekt und seine Mutter malt- so weit ich weiß.

Chris ist immer am Arbeiten und wenn ich ihn besuche helfe ich ihm gerne dabei.
Abends wird es dann am Torffeuer, bei selbstgebrauten Weizenbier sehr gemütlich



Ps: Bild 1 zeigt Scews, das Cottage von Chris. Auf Höhe der Fahne liegt das „Auge“ und schaut auf die Mill Bay, Bild 2, eine der zahlreichen Buchten von „Scapa Flow“.


Andreas Fissla, Frankfurt/Main
2004