Frankreich


Saint Pierre / Martinique




Frankreich, Überseedepartement Martinique, Saint-Pierre



Am 28. März 2005 sind mein Sohn Dominic und ich für zwei Wochen nach Martinique aufgebrochen um dort zu tauchen und auch die Nachbarinsel Dominica zu besuchen, auf der ebenfalls ein Augenstein abgelegt werden sollte. Leider gab es Probleme mit der Fähre, so dass die Überfahrt nach Dominca nicht erfolgen konnte. Der Augenstein dort wird zu einem späteren Zeitpunkt niedergelegt.

Am 4. April 2005, um 11:15 Ortszeit haben wir einen Augenstein in Saint Pierre, Martinique (61° westliche Länge, 14° nördliche Breite) abgelegt.



Wir haben die Ruines L’Eglise du Fort am Fuß des Vulkans Mont Pelée als Ort für den Augenstein ausgewählt, von wo aus er sowohl den Vulkan, als auch das karibische Meer und Teile von Saint-Pierre sehen kann.

Im Mai des Jahres 1902 spuckte der Vulkan Mont Pelée nicht nur einfach Lava - der Berg flog regelrecht in die Luft. Mit 450 Meter pro Sekunde raste eine Druckwelle auf Saint-Pierre zu. Häuser und Bäume wurden weggefegt wurden in Sekunden zerstört. Von den Schiffen, die in der Bucht vor der Stadt vor Anker lagen, waren nur noch brennende Wracks übrig. 30.000 Menschen starben, als einziger Überlebende wurde der Überlieferung nach ein Sträfling nach drei Tagen lebend in dem Schutthaufen gefunden, der zuvor das Gefängnis war.


Nach und nach wurde die Stadt wieder aufgebaut, aber Saint-Pierre erreichte nie wieder die ursprüngliche Bedeutung als eine der wichtigsten Handelsstädte der Karibik. Nur wenige Häuser, so das Gebäude der alten Handelskammer, wurden bis heute originalgetreu wiederaufgebaut. Von anderen blieben nur Reste, wie etwa die Freitreppe Theaters. Auch die Ruines L’Eglise du Fort sind heute noch beeindruckende Zeugen der Katastrophe.

Wissenschaftler überwachen in einem modernen Observatorium hoch oben in den Bergen alle Aktivitäten des Mount Pelée. Nicht nur die Erdveränderungen, sondern auch die Wassertemperatur in den Flüssen wird dauernd gemessen. Alles Warnsignale dafür, ob der Vulkan in seinem Inneren anfängt zu brodeln. Denn der Mount Pelée gehört auch heute noch zu den gefährlichen Vulkanen – in einem Paradies in das es uns immer wieder hinzieht.



Thomas und Dominic Peters, Neu-Isenburg


Thomas Peters, Neu-Isenburg
2005