Ecuador


Cotopaxi



Weg der Steine - Ecuador - Cotopaxi




Mission Auge

Auf meiner Reise durch Ecuador bekam ich dieses Auge mit, zuerst stellt sich mir die frage, wohin damit?
Dann hatte ich einen geeigneten platz gefunden, der allerdings mit ein paar strapazen verbunden war.
Der Gipfel des Cotopaxi.

Weg der Steine - Ecuador - Cotopaxi

Er ist mit knapp 6000 Metern der höchste noch intakte Vulkan der Erde und seine Spitze ist mit ewigem Eis bedeckt.
Um den Vulkan zu besteigen muss man sich die noetige Ausruestung besorgen und einen Guide anheuern, sonst wird das ganze lebensgefaehrlich. zuerst fährt man in ein Refugium das auf etwa 4800 Metern steht und bereitet sich von dort aus auf den aufstieg vor.
Man schläft etwa drei bis vier Stunden mit Frauen und Männern aus der ganzen welt in einem riesen Schlafsaal, die alle das selbe Ziel und den selben willen haben.
Gegen ein Uhr Nachts, wenn das Eis hart und ungefährlich ist geht man über ein Steinfeld bis zum Anfang der Schneegrenze.
Wir hatten ein riesenglück und es war eine sternenklare Nacht. Ich kam mir vor wie auf dem Mond in diesem Steinfeld.
Ab dem eis muss man dann so spezielle Steigeisen anziehen und ab geht`s. Natuerlich immer ganz langsam, Schritt für Schritt, weil es in diesen höhen nicht leicht ist zu Atmen.
Stundenlang den Berg hoch und höher und es scheint kein Ende zu nehmen. Irgendwann habe ich mich gefragt warum ich diesen scheiss eigentlich mache, es war kalt, meine Füße taten weh und mein herz hat gepumpt als wolle es gleich einen Alleingang wagen. Aber ich hatte ja die Mission!
Irgendwann war aber Schluss mit der Nacht und da wusste ich warum ich mich diesen Qualen ausgesetzt habe.
So einen unbeschreiblichen Sonnenaufgang habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Es hat sich also doch gelohnt stundenlang durch den Schnee zu stapfen, um dem Auge eine neue heimet zu geben.


Weg der Steine - Ecuador - Cotopaxi

Ich kann leider nicht richtig beschreiben wie wunderschön das war, weil es sich nicht in Worte fassen lässt wie es ist, über den wolken zu stehen und eine so grosse Energie vor sich aufstehen zu sehen.
Ich hoffe aber, dass die Bilder für sich sprechen


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Hannah Ernst, Kelkheim
2004