Berg Karabach (umstritten)


Stepanakert






Ein Augenstein fand auch seinen Weg in die international nicht anerkannte Republik Bergkarabach.



Nach einem ethnischen Konflikt (1991-1994) erklärte sich das jetzt von Armeniern bewohnte (und von Aserbaidschanern "gesäuberte") Karabach für unabhängig. In diesem Krieg starben schätzungweise 17.500 Armenier und 25.000 Aserbaidschaner. 300.000 Armenier und 700.000 bis 1.000.000 Aserbaidschaner wurden zu Flüchtlingen (Wikipedia).



Auch heute noch sind die Spuren des Krieges überall noch sichtbar. Durch internationale Hifsmassnahmen wurde Schulen und Verwaltungsgebäude wieder aufgebaut. Kirchenneubauten (!) sind ebenfalls überall zu finden. Trotz der immer noch herrschenden großen Armut ist eine Aufbruchstimmung spürbar.



Wahrzeichen von B.Karabach ist das an einer Ausfallstrasse der Hauptstadt Stepanakert auf einem Lehmhügel gelegene Monument von Tatik und Papik. Sie sehen aus wie Kultfiguren aus der Südsee oder einer Inkakultur. Tatsächlich handelt es sich um "Oma und Opa", symbolisch für Respekt vor den alten Leuten und deren Weisheit.



Bleibt zu hoffen, daß, trotz der nationalistischen Propaganda auf beiden Seiten sich die Weisheit durchsetzen kann und der Konflikt gelöst werden kann.



Stepanakert im April 2007




Walter Breitinger, Frankfurt/Main
2007