Belize


Belize-City




Frühmorgens sitzt der Stein wie die Pelikane auf einem Holzstumpf im Hochseeyachthafen von Belize City. Auf der anderen Seite kann er einige alte Holzhäuser sehen, die jedoch mehr und mehr verfallen und dadurch einen ganz merkwürdigen Reiz entwickeln. In der Innenstadt sind nur noch eine Bank, eine Drogerie und zwei Alkoholverkaufsläden geöffnet. Der Rest ist verrammelt.

Nach einem Hurrikan wurde bereits 1970 die Hauptstadt von Belize etwas ins Landesinnere verlegt, nach Belmopan. Nur langsam ziehen die Auslandsvertretungen dorthin nach. Die Bewohner von Belize City sind zum grossen Teil geblieben, haben sich neue Häuser gebaut und leben jetzt etwas weiter fort vom Meer, das regelmässig mit Hurrikans aufwartet.

Belize ist etwa so gross wie Hessen. Früher vor allem englischsprachig, übernehmen allmählich wieder das Spanische und verschiedene Creolisierungen die Mehrheit. Während die Afroamerikaner nach Kalifornien/USA ziehen, folgen ihnen Guatemalteken und Salvadorianer auf der Suche nach Arbeit auf einer der zahlreichen Orangenplantagen ins Land. Davon sieht der Stein auf dem Stumpf im Hafen nichts.

Belize City, im März 2007



Katarina Greifeld, Frankfurt/Main
2007