Angola


Huambo 




Hallo, ich bin der Stein, der Mitte Februar 2009 in Angola angekommen ist. Seitdem ist viel passiert, habe viel gesehen und habe einen wunderschönen Platz gefunden. Hier will ich bleiben!   


Aber ich sollte vielleicht erst einmal ein paar Informationen über Angola geben:
17 Mio Einwohner, 3,5x so groß wie Deutschland, seit 2002 Frieden nach über 23 Jahren Bürgerkrieg. Viel Natur, fruchtbare Böden, Wasser, Diamanten und Erdöl, aber immer noch nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von 42 Jahren, über 30% der Bevölkerung sind Analphabeten und ⅔ der Angolaner leben von weniger als 2 USD am Tag.
Amtssprache :Portugiesisch.

Das Land der Extreme, auf dem Ölsektor riesiger Wachstum, aber auf dem Land merkt der Durchschnitts-Angolaner nicht viel davon. Das Leben ist sehr teuer und in Supermärkten trifft man nur die Bessergestellten, denn der normale Angolaner versorgt sich auf den informellen Märkten.  

Aber trotz der schwierigen Situation lebt der Angolaner, er ist freundlich, hilfsbereit und hat den starken Willen selber vorwärts zu kommen, ein Lächeln ist fast immer da.

Ich gestehe, mich hat dieses Land oder besser diese Menschen haben mich tief berührt und deshalb werde ich mein Lager hier aufschlagen.

Ich bin jetzt in der Provinz Huambo und habe mich auf dem Hügel der Kapelle „Nossa Senhora do Monte“  

niedergelassen, die 1932 von den Portugiesen gebaut wurde. Die Kapelle liegt im Munizip Caala und bis Huambo, der Provinzhauptstadt, sind es  ca. 27 km; Huambo

liegt im Süden des Landes, im Hochland (ca 1200m) und ist von der Hauptstadt Luanda ca. 700 km entfernt.



Macht euch schlau über Angola und kommt am besten selber vorbei, denn die Medien sind oft übervoll von negativen Informationen wie Korruption und vergessen dabei das Volk, das Leben auf dem Land und die nach wie vor sehr hilfsbedürftige Lage. Es gibt unendlich viel zu tun und vom Staat kommt nur begrenzt Initiative und die Mehrheit der Menschen hier ist für jede kleine Hilfestellung dankbar, die sie einen Schritt vorwärts und in eine bessere Zukunft machen lässt. 






N.N., Huambo
2009