Algerien


Tamanrasset




In Tamanrasset

Den letzten Tag der Reise verbringen wir in Tamanrasset, das wir am Vormittag des 2. April wieder erreichen. Seit 1971, als wir das erste Malin Tam waren, ist dieser Ort gewaltig gewachsen. Mögen es damals etwa 30.000 Menschen gewesen sein, so schätzen die Einheimischen ihren Ort heute auf etwa 100.000 Bewohner. Dazu gekommen sind im Laufe der letzten Jahre Familien, die sich wegen der Verhältnisse im Norden Algeriens in den Süden zurückgezogen haben, ebenso Menschen aus Westafrika. Zum Teil sind es Wirtschaftsflüchtlinge oder Afrikaner auf dem Durchzug, die sich irgendwann in Richtung Europa auf den Weg machen, in der vagen Hoffnung, dort ein besseres Auskommen zu finden.

Tamanrasset ist in Bewegung, zu Fuß in PKWs, Geländefahrzeugen und LKWs. Kommt man von Norden, aus Richtung In Salah, der nächsten Oasensiedlung, 400 km entfernt, so trifft man vor Beginn der Hauptstraße auf einen Kreisverkehr, benannt nach „Emir Abdel Kader“, der in den Befreiungskämpfen gegen Frankreich eine Rolle gespielt hat.



In der Mitte des Kreisels liegt ein Miniaturpark mit Tamarisken, in deren Schatten einige große Felsen liegen. In eine kleine Nische in Brusthöhe auf einen dieser Felsblöcke legen wir unseren Augenstein.



Der schaut in die von Tamarisken beschattete Hauptstraße, die in das Zentrum von Tam führt.




Friedrich und Kirsten Bergerhoff, Frankfurt am Main
2005



Siehe auch: Algerien /Tassili Tim Missaou